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Ortskern im Wandel der Zeit
Der WESER REPORT sprach mit Oytens „Chronisten“ über die Geschichte der Gemeinde
VON
HAUKE HIRSINGER (Aus Weser-Report vom 15.03.2009)
Johannes Grote hat beobachtet, wie sich das Gesicht Oytens in den vergangenen Jahrzehnten verändert hat. Einen neuen Ortsmittelpunkt an der Jahnstraße kann er sich nur schwer vorstellen.
LANDKREIS „Mir wird nachgesagt, dass ich eine Menge über Oyten weiß, aber mich als Gemeindechronisten zu bezeichnen, halte ich für übertrieben“, erklärt Johannes Grote. Doch diese Bescheidenheit ist fehl am Platz. Immerhin hat der rüstige 77-Jährige die Chronik Oytens in mühseliger Kleinstarbeit verfasst. Darin finden sich neben vielen Fakten zur Siedlungsgeschichte auch interessante Detail, wie beispielsweise der Hinweis darauf, dass der Ort erstmalig im Jahre 1204 urkundlich erwähnt wurde und dass sich sein Name von dem Fluss „Eyter“ ableitet.
Grotes Familie ist schon seit 1640 in Oyten verwurzelt und er selbst hat dort einen Großteil seines Lebens verbracht.

Auf dem Gelände des ehemaligen Kolonialwarenladens steht heutzutage ein Penny-Markt
Als Kind drückte er eine Oytener Schulbank und spielte auf der B75 Schlagball. „Fußball wurde in Oyten erst nach dem Zweiten Weltkrieg gespielt“, erinnert sich Grote mit einem Schmunzeln.
In seiner Kindheit waren der Schulhof und die angrenzende Straße noch der Ortskern. In
unmittelbarer Nähe befanden sich der Kolonialwarenladen (heute Penny), die Kirche und der „Alte Krug“ nebst Schützenplatz. Doch spätestens mit der Verlegung der B75 durch eben diesen Ortskem, so Grote, habe sich dies Mitte der 80er Jahre grundlegend geändert: „Seitdem ist da kein Leben mehr drin. Wir vom Heimatverein haben damals eine nördliche Umgehung des Ortes gefordert, doch der damalige Bürgermeister wollte es anders.“
Das Areal zwischen Busbahnhof und Rathaus sei heute zwar der kulturelle Mittelpunkt der Gemeinde, aber auf einen wirklichen Ortsmittelpunkt warte man noch vergebens. „Auch die zwei Versuche, einen Wochenmarkt. auf dem Gelände des ehemaligen Schulhofes zu etablieren, sind gescheitert“, blickt Grote zurück und ergänzt: „Da kann man nur froh sein, dass die Pläne, den Alten Krug abzureißen und dort ein Einkaufszentrum zu bauen, nicht umgesetzt wurden.“
Es verwundert so auch nicht, dass Grote sich in die Diskussion um einen neuen, unter anderem durch Landesmittel finanzierten Ortsmittelpunkt in der Nähe des alten Sportplatzes an der Jahnstraße einmischt: „Man kann am Ende Oytens nicht künstlich einen Ortskem schaffen. Es wäre viel besser, sich auf den Bereich zwischen Busbahnhof und Rathaus zu konzentrieren.“ Aus historischer Erfahrung fügt er hinzu: „Ein Kern muss wachsen. Er kann nicht einfach bestimmt werden."

Früher spielte sich in der Umgebung des Schulhofs das Ortsgeschehen ab.

Heute parken dort Autos.
Fotos: Hirsinger/pv und Heimatverein Oyten e.V.
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